veröffentlicht am 9. Oktober 2017 in Grundlagen von
Mazeration leicht erklärt

Mazeration

In der Schnapsherstellung gibt es unterschiedliche Wege die Aromen aus den Früchten, Kräuter etc. zu erlangen. Eine bereits beschriebene Möglichkeit ist eine Maische anzusetzen. Hierbei wird durch Gärung der vorhandene Fruchtzucker in Alkohol umgewandelt. Es gibt jedoch auch Früchte die einen sehr geringen Zuckergehalt aufweisen. Beispiele hierfür sind z.B. Beeren oder Nüsse. In diesen Fällen kann man die Mazeration anwenden.

Das wohl bekannteste Mazerat im Spirituosenbereich ist der Gin.

Was ist die Mazeration?

Letztendlich ist das Verfahren der Mazeration sehr einfach und schnell erklärt. Das Wort Mazerieren leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet nichts anderes als einweichen. Und mehr ist es auch nicht…

Durch Einlegen in Alkohol werden die Aromen gelöst. Neben diesen werden aber auch die Fabrstoffe gelöst.

Beim Gin beispielsweise wird Wacholder neben etlichen anderen Botanicals* in Alkohol eingelegt.

Um ein gutes Ergebnis zu erhalten, kommt es darauf an einen besonders reinen Alkohol (Neutralalkohol) zum Einlegen zu verwenden und auf die Qualität der Botanicals zu achten. Die Botanicals werden hierfür gut gesäubert, getrocknet und zerkleinert. Du kannst aber auch Gin Botanicals Gewürzsets* verwenden.

Die Aromaträger werden nun für rund 2 Tage im Alkohol eingelegt. Umso länger die Kräuter oder Früchte eingelegt werden, desto intensiver ist natürlich der Geschmack. Der Prozess des Aromalösens kann durch die sogenannte Digestion beschleunigt werden. Hierfür wird der Alkohol samt Aromaträger erhitzt. So werden die Aromen noch schneller an den Alkohol abgegeben.

Nach rund 2 Tagen wird das Mazerat ebenfalls gebrannt. Du kannst das Gemisch entweder mit oder ohne der Botanicals in deine Tischdestille geben. Die Entscheidung darüber ist eine des Geschmacks. Das Mitbrennen der Kräuter beispielsweise verstärkt nochmals den Geschmack deiner Spirituose. Es kann jedoch auch passieren, dass sich durch das Mitbrennen der Botanicals ungewollte Bestandteile lösen. Diese können sich negativ auf die Qualität deines Schnapses auswirken.

Wir empfehlen dir daher die Aromaträger vor dem Brennen mit einem Sieb zu entfernen. Sollten dir die Aromen zu schwach sein, lasse die Botanicals einfach länger im Alkohol liegen.

 


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