Schnaps brennen als Hobby – Grundlagen

Alle stellen ihr eigenes Bier her, wie langweiiilig. Aber wer hat schon Schnaps brennen als Hobby?

Schnaps brennen ist ein sehr vielseitiges und vor allem kreatives Hobby mit einem genussvollen Output. Der selbstgebrannte Schnaps eignet sich auch wunderbar zum Verschenken. In eine schöne Glasflasche gefüllt ist der selbst hergestellte Schnaps ein sehr persönliches Geschenk.

Wir erklären dir hier Schritt für Schritt die Grundlagen des Schnaps brennen.


Welches Obst ist geeignet?

Das Obst ist die Basis eines guten Schnaps. Wie bei jedem Produkt ist die Qualität der Rohstoffe entscheiden. Also, achte auf die Qualität deiner Früchte. Vielleicht gibt es einen Bio Bauern bei dir ums Eck, bei dem du die Früchte deiner Wahl besorgen kannst. Achte auf die Saisonalität der Früchte – im April einen Birnenschnaps zu brennen, macht wenig Sinn.

Unser Tipp: Du bekommst das Obst auch sehr leicht umsonst. Frage einfach bei Bauern oder bei Nachbarn mit Obstbäumen nach. Meisten haben sie mehr als genug Obst und sind froh wenn ihnen etwas abgenommen wird. Toller Nebeneffekt – du rettest gutes Obst vor dem Mülleimer.

Grundsätzlich lässt sich nahezu jedes Obst zu einem Destillat verarbeiten. Lass hier deiner Kreativität freien Lauf. Einige Obstsorten bieten sich jedoch nahezu an, fruchtige Schnäpse zu brennen. Natürlich spielt auch die Verfügbarkeit des Obstes eine entscheidende Rolle.

Hier sind unsere Favoriten:

Birne eignet sich perfekt zum Schnaps brennen

Birne

Eine der beliebtesten und bekanntesten Birnensorten ist die Williams Christ Birne. Aber auch jeder andere Sorte kann verwendet werden. Die Früchte sollten wenn möglich passiert werden.

 

Tipp: Einmaischen solang die Frucht noch fest ist !

 

Zwetschge

Die Zwetschge oder Pflaume ist einer bekanntesten Früchte für die Schnapsproduktion. Durch den allseits bekannten Sliwowitz hat der Schnaps einen gewissen Kultfaktor. Die Frucht eignet sich wunderbar für die Schnapsproduktion, aber bitte aufpassen, dass du den Kern nicht beschädigst. Er enthält Blausäure und macht deinen Schnaps bitter.

 

Himbeeen eignen sich perfekt für die Schnapsproduktion

Beeren

Beeren eigenen sich ebenfalls perfekt für die Schnapsproduktion. Achte aber darauf, dass die Beeren bereits einen höheren Anteil an Säure besitzen und daher das Nachsäuern selten nötig ist. Überprüfe auf jeden Fall den PH-Wert.

 

 


Aus dem Obst wird die Maische

Schnaps brennen als Hobby betrieben, wird und soll natürlich nie eine hochkomplexe Sache werden. Trotzdem sollst und musst du auf gewisse Dinge achten. Die Maische ist die Grundlage deines Schnaps. Sie besteht aus diversen Obstsorten, Wasser, Zucker und Hefe. Grundsätzlich ist das Einmaischen nicht anderes als das Vergähren der Früchte. Die beigefügte Hefe verwandelt den Fruchtzucker in Alkohol.

Aus einer schlecht hergestellten Maische wird kein guter Schnaps werden. Es kommt auf das sogenannte saubere Vorgären an. Mit unserer Anleitung und deiner Organisation ist der Grundstein zur perfekten Maische bereits gelegt.

Bearbeite die Früchte für die Maische wie folgt:

  • Beeren solltest du zerquetschen (z.B. Heidelbeere, Himbeere, Holunder)
  • Kernobst solltest du in dünne Scheiben schneiden (z.B. Apfel, Birne, Quitte)
  • Steinobst solltest du zermatschen, jedoch darauf achten, dass du die Kerne nicht beschädigst (z.B. Aprikose, Pflaume, Zwetschge, Kirsche)


Mazeration leicht erklärt

Was ist die Mazeration?

 

Neben dem Maische ansetzen, gibt es auch noch einen anderen Weg um aromatische Spirituosen zu erzeugen.

Erfahre hier alles über die Mazeration.

 


Destillation – jetzt wird es heiß

Aus der vorbereiteten Maische wird nun durch erhitzen und abkühlen der Dämpfe Alkohol gewonnen. Dieser Vorgang ist seit jeher derselbe. Grundsätzlich ist dieses Verfahren nichts anderes als das Verdampfen von Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Siedepunkten. Leicht erklärt: Wasser verdampft bei 100°C, Alkohol bereits bei 78°C.

Siedepunkte der Inhaltsstoffe:

  • Wasser 100° C
  • Ethanol 78,3° C
  • Methanol 68° C
  • höhere Alkohole (Fuselöle) 115,0-120,0° C

Der Dampf wird aufgefangen und abgekühlt. Da Wasser aber bereits vor dem Siedepunkt zu dampfen beginnt, besteht das Destillat nicht ausschließlich aus Alkohol, sondern ist ein Gemisch.

Das von uns gewünschte Produkt befindet sich im sogenannten Mittellauf. Wie der Name bereits verrät, gibt es auch einen Vor- und einen Nachlauf. Der Vorlauf besteht aus übel riechendem Methanol und weiteren unerwünschten Nebenerscheinungen. Der Nachlauf ist im Gegensatz zum Vorlauf ungiftig, enthält jedoch jede Menge Fuselöle und zerstört die Qualität deines Schnaps. Am Ende des Tages besteht die Kunst darin genau den Mittellauf zu erwischen.

Du erkennst den Vorlauf sehr gut an dem beißenden Geruch. Sobald der Vorlauf abgeronnen ist, verwende für den Mittellauf auf jeden Fall einen anderen Behälter.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Also – los geht’s. Schließlich macht Übung den Meister. Wir haben dir eine einfache Schritt für Schritt Anleitung zusammengestellt.

 

Schnaps brennen Anleitung

Schritt für Schritt einfach erklärt!

 


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Richtige Destille kaufen – Schnaps brennen als Hobby

Wir haben dir die Recherche abgenommen und uns etliche Destillen angesehen und können dir nun ein paar Anlagen für dein Vorhaben empfehlen. Neben der Destille brauchst du aber noch deutlich mehr. Aber keine Sorge, es muss nicht unbedingt teuer sein.

Unsere Empfehlung: Lege dir einfach gleich das ganze Werkzeug zu. Wenn du mit provisorischem Werkzeug hantierst wird das deinem Schnaps nicht gut tun. Verzichte auf jeden Fall auf Plastik in jeder Form. Es verunreinigt den Geschmack des Destillats und somit deinen Schnaps. Kaufe einfach alles aus Glas.

Destillen Empfehlungen - Schnaps brennen als Hobby

Unsere Destillen-Favoriten

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