veröffentlicht am 6. April 2020 in Grundlagen von
Turbohefe erklärt

Turbohefe erklärt

Alles was du wissen musst!

Wenn du gerade dabei bist, dich in das Thema Schnapsbrennen einzulesen, bist du sicherlich schon auf die sogenannte Turbohefe gestoßen.

Aber was zur Hölle soll bitte eine Turbohefe sein und worin liegt der Vorteil gegenüber anderen Hefeprodukten?

Diese und viele weitere Fragen sollen in diesem Beitrag geklärt werden.


Wozu benötigen wir Hefe eigentlich in der Schnapsherstellung?

Vorweg möchten wir dir erklären was die Hefe eigentlich ist.

Hefe sind Pilze. Genau genommen einzellige Pilze, die überall in der Natur vorkommen. Wenn du hierzu mehr erfahren willst, lies den dazu passenden Wikipedia Artikel.

Nachdem sie überall natürlich vorkommen, stellt das den Brenner vor ein gewisses Problem.

So kann es in deiner Maische bzw. bei deinen Früchten auch ohne Zugabe von Hefe bereits zur Gärung kommen. Diese Gärung nennt man Wildgärung. Da der Ausgang der Wildgärung sehr ungewiss ist und deutlich schwerer zu kontrollieren ist, steuern wir die Gärung mit beigefügter Hefe.

Letztendlich verfolgen wir mit der Hefe folgendes Ziel:

Der Fruchtzucker soll durch die beigefügte Hefe in Alkohol verwandelt werden.

Die Aufgabe der Hefe ist hierbei die Alkoholproduktion. Sie ernährt sich von dem Zucker und scheidet letztendlich unter anderem Alkohol aus.

Also, wir halten fest – Ohne Zucker kein Alkohol.

 

Aber Achtung: Auf den Früchten sind neben den Hefepilzen auch etliche Bakterien vertreten, die deiner Schnapsherstellung nichts Gutes tun. Deshalb ist bei der Schnapsherstellung Sauberkeit das oberste Gebot!


Für die richtige Vorgehensweise bei der Maischeherstellung, hol dir unser erfolgreiches E-Book!


Warum jetzt aber Turbohefe?

Grundsätzlich gilt zu sagen, dass es nicht unbedingt eine Turbohefe sein muss. Am Ende des Tages funktioniert es auch mit der obern beschriebenen Wildgärung oder mit einer Bäckerhefe.

 

Die sogenannte Turbohefe bietet jedoch etliche Vorteile:

  • du erreichst einen deutlich höheren Alkoholgehalt in der Maische (bis zu 20%vol), bevor die Hefe abstirbt. Um diesen hohen Alkoholgehalt zu erreichen musst du jedoch zuzuckern, da die Früchte nicht genug Zucker enthalten.
  • kürzere Gärzeiten
  • sehr hohe Temperatur- und Alkoholverträglichkeit
  • sehr reine Gärung – es werden weniger Fuselöle gebildet!

 

Bezüglich der Dosierung halte Dich bitte ganz genau an die Packungsbeilage der Turbohefe. Und NEIN, mehr Hefe bedeutet nicht bessere Maische.


Welche Turbohefe kaufen?

Wie so oft, schwört jeder Brenner auf seine eigene Hefe bzw. sein eigenes Rezept.

Auch wir haben über die Jahre unsere Lieblinge entdeckt, mit denen wir durchwegs gute Erfahrungen gemacht haben.

HIER UNSERE EMPFEHLUNGEN:

 

Alcotec Turbohefe 48H – 20% in 5 Tagen

 

 

 

 

 

 

Prestige Turbohefe 8kg Turbo 18%-20% Alkohol

 

 

Wir wünschen dir wie immer viel Spaß bei deinen Brennversuchen :).

Bitte beachte  vor deinem Start die jeweiligen Gesetze zur Alkoholgewinnung in deinem Land.


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